Neue Aromatherapie - Ätherische Öle - Rezepte und Anwendungen

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Wege in den Körper

Ätherische Öle können ihre Wirkung auf viele Weisen entfalten. Welche am besten geeignet ist, hängt von den zu behandelnden Beschwerden bzw. der gewünschten Wirkung und insbesondere auch dem Empfinden des Behandelten ab.

Die Fähigkeiten des Körpers selbst zu bestimmen, was gut für ihn ist, werden in unserer Kultur noch immer stark unterschätzt. Der Behandelte sollte in Prozess der Auswahl des richtigen Öles sowie der Behandlungsmethode unbedingt mit eingebunden werden und aus den möglichen Alternativen diejenige wählen, die ihm am angenehmsten ist. Dadurch wird sichergestellt, dass er nicht nur das bekommt, was ihm hilft, sondern dass er das bekommt, was ihm am besten hilft.


Grundsätzlich stehen folgende Wege des Öles in den Körper offen:

1. Die Nase

Insbesondere im psychischen Bereich ist die Anwendung über die Nase die naheliegendste. Ob durch Duftlampen, Raumsprays (Achtung: keinesfalls künstliche Aromen zur Raumbeduftung verwenden), durch Aufträufeln auf den Staubsaugerbeutel oder einfach durch Verdunstung auf einem Handtuch über der Heizung.

Doch auch bei körperlichen Beschwerden, hier insbesondere bei allem was sich auf die Atemwege legt, ist die Anwendung über die Nase die erste Wahl und die Inhalation die effektivste Methode der Anwendung.

2. Die Haut

Ätherische Öle können aufgrund ihrer sehr kleinen Moleküle problemlos durch die Haut in den Blutkreislauf gelangen. Sie sind so bei den meisten Ölen innerhalb von 20 Minuten in Blut und Atemluft nachweisbar.

Sowohl der örtliche Auftrag eines Öles auf einem Organ um dort eine gezielte Konzentration hervorzurufen, als auch der flächige Auftrag in Form einer (Ganzkörper-)Massage ist - je nach Ziel - sinnvoll.

Als besonders durchlässig gelten dabei Stirn, Kopfhaut, Handinnenseiten, Schleimhäute und Fußsohlen
Bei der flächigen Anwendung auf der Haut sollte die Konzentration der ätherischen Öle im Trägeröl 3 bis 5% nicht übersteigen.

3. Den Mund

Die Einnahme von ätherischen Ölen ist normalerweise nicht der wirksamste Weg. Lediglich die Öle, die auf diesem Wege durch die Schleimhäute resorbiert werden, entfalten Ihre Wirkung auf den gesamten Organismus. Der Rest wird von der Leber metabolisiert und ausgeschieden.

Dennoch kann es in manchen Fällen unterstützend angezeigt sein, Öle auch einzunehmen. Jedoch sollten Sie das nur aufgrund Anweisung eines erfahrenen Heilpraktikers oder Arztes tun.
Bei der oralen Einnahme gilt es grundsätzlich den unverdünnten Kontakt mit der Mund- und Magenschleimhaut zu vermeiden. Mischen Sie die Öle mit einer fetthaltigen Trägersubstanz (Milch, Sahne, Öl) um Reizungen so gering wie möglich zu halten. Auch die Mischung mit Honig funktioniert gut.

In Deutschland gibt es bereits zahlreiche Arzneien, die auf der Basis von ätherischen Ölen wirken (z.B. GeloMyrthol oder Melissengeist) - diese sind im Zweifelsfalle die einfachere uns sichere Lösung, um ätherische Öle einzunehmen.

4. Das Rektum

Die Anwendung ist zwar effektiver als die orale Einnahme, da die Metabolisierung durch die Leber umgangen wird, aber aufgrund des Reizpotentials nur erfahrenen Fachmännern vorbehalten.

 

 

 

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