Neue Aromatherapie - Ätherische Öle - Rezepte und Anwendungen

Aromatherapie | ätherische Öle | Rezepte | Aromatherapeuth | Heilpraktiker

Über das Riechen

Es gibt wohl kaum ein Thema, über das es mehr Redewendungen gibt, als zum Thema Riechen. Dennoch kommt diesem Sinn im alltäglichen Leben nur noch wenig Bedeutung zu - oder doch?

Einstmals hing unser Überleben zu einem großen Teil vom Geruchssinn ab: Die Nase führte uns zur Nahrung und warnte uns zugleich vor Gefahren wie Raubtieren, Feuern oder Krankheiten. Heute ist sie - zumindest fürs Überleben - bedeutungslos geworden. Dennoch kommt dem Riechen eine viel größere Bedeutung für unser Leben zu, als man gemeinhin vermutet.

"Er kann ihn nicht riechen" ist ein allgemein bekannter Ausspruch, wenn zwei Menschen aus "ungeklärter" Ursache nicht "miteinander können". Tatsächlich, spielt daber der Geruchssinn nicht nur eine übertragene Bedeutung, sondern die Hauptrolle. Insbesondere Pheromone, Duftstoffe die unter der Wahrnehmungsschwelle liegen, haben ohne das wir sie bemerken einen starken Einfluss darauf, wen wir sympathisch finden und wen nicht. 

Gerüche haben einen "Direktzugang" zum Limbischen System in unserem Gehirn und damit weitgehende, unkontrollierbare Kontrolle über unsere Emotionen. In der Aromatherapie können daher die zahlreichen Wohlgerüche sehr effektiv eingesetzt werden, um bei einer Vielzahl seelischer Nöte zu helfen oder eine Therapie zu begleiten.

Einige Interessante Fakten zum Thema Geruchsinn:

1. Der Geruchssinn ist bei der Geburt vollständig ausgereift
2. Der Geruchsinn wird alle 60 Tage durch Apoptose erneuert.
3. Ein Milligramm Vanille pro 1000 m3 Luft genügt, um einen Riecheindruck hervorzurufen
4. Um den Geruch zu erkennen, muss die Konzentration etwa 50-fach höher sein.
5. Gerüche können uns beeinflussen, obwohl die Konzentration unter der Wahrnehmungsschwelle liegt. Pheromone sind z.B. Duftstoffe, die unbewusst wahrgenommen werden (sind also unterhalb der Wahrnehmungsschwelle).
6. Während Neugeborene durch mimische Reaktion deutliche Lust- beziehungsweise Unlustreaktionen auf Reize durch Saccharose (süß) beziehungsweise Koffein (bitter) zeigen, sind die Reaktionen bei Gerüchen häufig indifferent.
7. Die aktuelle Forschung unterscheidet lediglich 7 Grundtypen des Geruches, obwohl der Mensch bis zu 10.000 verschiedene Einzelnoten unterscheiden kann
8. Der Verlust des Gruchsinnes kann als Indikator für einige altersbedingte Krankheiten dienen. Hier ein interessanter Artikel dazu bei EZ.

 Tabelle: Grundgerüche und die dazugehörigen Geruchsnoten nach Ohloff [2]

Grundgeruch: blumig fruchtig grün würzig holzig harzig animalisch erdig
zugehörige Geruchsnoten Jasmin Zitrusfrüchte Buchenblätter Zimt Sandelholz Weihrauch Ambra Erde
  Rose Apfel Gurken Anis Zedernholz Myrrhe Moschus Schimmel
  Veilchen Himbeere Heu Vanillin Vetiver Labdanum Bibergeil Ozean
  Mimose Erdbeere Myrthe Nelken Pathouli Kiefernholz Schweiß  
  Orangenblüte Ananas Galbanum Pfeffer Koniferen Mastix Fäkalien
  Maiglöckchen Passionsfrucht   Kampfer        

 

 

 

 

Bookmark Aromatherapie

Facebook MySpace Twitter Digg Delicious Stumbleupon Google Bookmarks RSS Feed